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Tradition

Schon Hahnemann war der Gedanke vertraut, dass elementare homöopathische Anleitungen und Ratschläge für die Gesundheit nicht allein für Ärzte, sondern auch für breitere Kreise von Bedeutung sind. Neben seinen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, die sich naturgemäß an Mediziner wendeten, verfasste er in allgemeinverständlicher Darstellungsweise den „Freund der Gesundheit“ und ein „Handbuch für Mütter oder Grundsätze der ersten Erziehung der Kinder“.

Der Verlag Dr. Schwabe wurde Podium für Interessenten und Vorkämpfer für den homöopathischen Gedanken in zahlreichen Homöopathischen Volksvereinen, herausgegeben 1870 in der „Leipziger Populären Zeitschrift für Homöopathie“.

Was war die Antriebskraft dieser Ausbreitung der Homöopathie in der Bevölkerung? Einmal die verhältnismäßige Einfachheit eines anwendbaren medizinischen Behandlungswissens. Zum anderen war die Anzahl der erreichbaren homöopathischen Behandler begrenzt, so dass in vielen Fällen die Selbsthilfe als möglicher Ausweg erschien.
An diese Traditionen möchte auch – unter den gegenwärtigen Verhältnissen und nach dem modernen Kenntnisstand – der „Sächsische Verein für Homöopathie und Gesundheitspflege e.V.“ mit dem Sitz in Chemnitz anknüpfen. Er würdigt dabei nicht nur die mehrfachen Beziehungen, die Leben und Werk Samuel Hahnemanns mit Sachsen verbinden, sondern führt auch dessen Gedanken einer engen Verbindung mit einer naturgemäßen Lebensführung und einer breiten Einbeziehung interessierter Kreise aus der Bevölkerung fort.

Dr. Samuel Hahnemann
geboren am 10. April 1755  in Meißen
gestorben am 2. Juli 1843 in Paris

Nach seinem Medizinstudium und seiner pharmazeutischen Ausbildung hat sichS. Hahnemann mit 35 Jahren ganz der Entwicklung der Homöopathie als einer neuen Therapieform gewidmet“.

„Wähle, um sanft, schnell, gewiss und dauerhaft zu heilen, in jedem Krankheitsfall eine Arznei, welche ein ähnliches Leiden für sich erregenkann, als sie heilen soll“.

1790 überprüfte Hahnemann die Wirkung derChinarinde an sich selbst – dieser Selbstversuch gilt als „Geburtsstunde des Simile “- Prinzips.

Zu wichtigen Veröffentlichungen Hahnemanns zählen:

1810         „ Organon der Heilkunst“
1811-1821 „ Die Reine Arzneimittellehre“
1829         „Die chronischen Krankheiten“
1832         Gründung der „Allgemeine Homöopathische Zeitung“